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Anonyme Lagerhaltung

Folgender Vorgang: In einem Möbelhaus werden Kissen, Matratzen, Vorhänge ... für verschiedene Kunden in Gitterboxen angeliefert. Auf den gelieferten Artikeln stehen zwar die Artikelnummern, aber nicht die Namen der Kunden. Der Lagerist muß jetzt, ohne die Zubehörliste zu kennen, aus verschiedenen Gitterboxen die Ware für den jeweiligen Kunden zusammenstellen. Er hat dafür eine Liste mit Artikelnummern, unter der Sätze angelegt sind. Was ihm die Liste nicht verrät, aus wie vielen Stück so ein Satz besteht. Er sucht also die teilweise auf mehrere Gitterboxen verteilten Artikelsätze zusammen, bzw sobald er eine Nummer gefunden hat, geht er davon aus, das alles da ist, und geht zum nächsten Artikel.

Ergebnis sind unvollständige Artikelsätze, die dann in die Produktion, Ausstellung oder zum Kunden geliefert werden, um dann einen Reklamationsprozess auszulösen. Die Artikel, die nicht ihren Weg in die Produktion finden, da sie "übrig" waren, werden regelmäßig im Müll entsorgt.

In der Produktion gab es jetzt die Idee, man könnte doch entweder den Hersteller anweisen die Kundennummer oder den Kundennamen auf die Sätze zu schreiben, damit aus den verschiedenen Gitterboxen einfach alles, was einem Kunden gehört aussortiert werden kann. Oder noch einfacher: Der Hersteller sortiert die Sätze so vor, dass immer eine oder zwei Gitterboxen nur einen Kunden beinhalten, dann kann die Gitterbox ohne zusätzlichen Arbeitsschritt direkt zur Weiterverarbeitung gefahren werden.

Nachdem der Vorschlag knapp 2 Monate im Unternehmen von A nach B geschoben wurde, wurde eine Entscheidung gefällt. Es bleibt alles so, wie es ist. Der Prozess, der sich anonyme Lagerhaltung nennt, wird so beibehalten, da dies mit der Logistik so abgesprochen wurde.

 

1 Kommentar 4.1.19 11:23, kommentieren

Justa Company ist überall

Wie sage ich immer so schön - Justa Company ist überall.

Ich bearbeite gerade ein privates Projekt - ja, ich meine wirklich ein Projekt - nicht das ich jetzt eine vor den Latz geknallt bekomme, weil ich etwas ein Projekt nenne, was kein Projekt ist. Ich schwitze es wortwörtlich raus.

Das Material habe ich mir per Internet auf der Seite von Trompentenfluss zusammengestellt. Das ist bei denen recht einfach, man klickt erst den Carport mit Zubehör zum Aufbauen an, den man bauen will, und die Seite macht einem automatisch Vorschläge, was man sonst noch so brauchen könnte, wie zB die Pfostenanker und den Zement. Man legt noch fest, wann man das Material abholen möchte und fährt dann einfach zum Bezahlen und Aufladen dort hin. Ein Mitarbeiter stellt die Lieferung zusammen, man bekommt eine Mail, das alles kommissioniert wurde - alles ganz einfach.

Nach dem Bezahlen hat mir der Mitarbeiter einen Haufen Holz gezeigt, der mit Kunststoffbändern zusammen gehalten wird und eine Palette mit dem Zement. Auf dem Holzhaufen lagen auch die Pfostenanker und Schraubenverpackungen. Da der Stapler das nicht auf meinen Anhänger setzen konnte, haben wir von Hand aufgeladen, bis hierher auch kein Problem und aufgrund der Temperaturen haben wir das Projekt bisher auch gut ausgeschwitzt - wie in der Werbung versprochen.

Zuhause angekommen habe ich mich dann beim Abladen gewundert, wo wohl die Gebrauchsanweisung zum zusammenbauen des Carports ist. Ein Anruf beim Kundenservice ergab, dass man erst die Nummer auf dem Karton nennen muss, damit die Mitarbeiterin vom Trompentenfluss weiß, welchen Carport ich meine. Ich habe ihr gesagt, dass da kein Karton ist, es lag ja nur ein Haufen Holz zum Aufladen bereit. Ich konnte aber die Nummer von der eigenen Homepage im Internet suchen gehen und ihr nennen, da ich ja schon auf die Idee gekommen war, dass man die Anleitung unter dem Punkt "Anleitungen" runterladen und ausdrucken könnte - unter diesem Punkt gab es nur nichts passendes. Die Mitarbeiterin wies mich darauf hin, dass ich unter Technische Merkblätter nachsehen müßte - Problem gelöst. Ich bedankte mich und wollte jetzt gleich rausgehen und das Projekt weiter rausschwitzen.

Aber - bei näherem studierten der Aufbauanleitung  - stellte sich heraus, dass das komplette Aufbaumaterial fehlte - also nicht das, was ich einzeln aufgrund der Bestellvorschläge hinzugefügt hatte, das war da, sondern das, was inklusive sein sollte.

Gleich wieder ins Auto gestiegen, nochmal die 25km zu Trompetenfluss gefahren, der Dame für Reklamationen das Problem mitgeteilt - sie verwies mich an den Kollegen mit dem Stapler, das Zubehör sei bestimmt nur von der Gabel gefallen beim Verfahren. Der Mann hat den genialen Namen Heißtent. Der war aber gerade schon heimgegangen, sagte mir mein Kollege. Der Kollege, auch ein Staplerfahrer, war aber hilfsbereit. Er sagte, das würde nicht passieren, dass Material vom Stapler fällt beim Transport, daher hat er in der Abteilung für Carports angerufen und nachgefragt, ob dort noch Montagematerial vorhanden sei. 

Wir begaben und also auf den Weg durch den Baumarkt, ans ander Ende zum Herrn Karpfen an die Garteninfo. Herr Karpfen ließ uns auch nicht lange warten, der hatte einen Karton unterm Arm - Hier hast du Karton, sagte er bei der Übergabe. Ich bedankte mich und wir gingen wieder zum Auto.

Zufälliger Weise haben wir auf dem Parkplatz genau den Carport aufgebaut gesehen, den wir gerade versuchen vollständig zu kaufen. Gleich mal hin, Fotos machen. Das Teil wurde mit weitaus mehr Teilen versteifft, als sie auf em Holzstapel und in der Aufbauanleitung vorhanden sind - war zu erwarten - ABER, direkt neben dran lagen weitere zusammen gebänderte Holzstapel für genau diesen Carport. Bei allen lag der Karton für das Montagematerial mit drauf, nur beim Obersten fehlte der Karton - jetzt ratet mal, wer den vorhin bekommen hat, bzw was beim nächsten Kunden ganz sicher wieder fehlen wird....

 

6.8.18 16:48, kommentieren