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Der Stein der Weisen

Wisst ihr, warum es bei Justa nicht läuft? Warum wir nicht vorwärts kommen, die Projekte nicht fertig werden, die Produktion nicht richtig läuft, nicht genug Produkte verkauft werden? Nein?

Heute habe ich den Mann getroffen, der die Antwort weiß. Der Mann, der den Stein der Weisen gefunden hat. Der Mann, der die Antwort auf alles hat, auf alle Fragen und Probleme, und das Leben... - äh, nein, es ist nicht "42"

Ich versuche mal den Inhalt im O-Ton wieder zugeben, ist nicht ganz einfach, es waren recht viele Worte, für recht wenig Action: Wir haben herausgefunden, dass Justa Company grundlegend falsch organisiert ist - verglichen mit anderen Firmen. Der Prototypenbau wird bei Justa der Produktion zugeordnet, das ist falsch. Das führt unweigerlich zu Rivalitäten zwischen der Entwicklung und dem Prototypenbau. Keiner fühlt sich für Probleme verantwortlich, da die Verantwortung zwischen der Entwicklung und der Produktion hin und her geschoben wird. Daher wurde entschieden, dass es für die Firma besser ist, wenn der Prototypenbau an die Entwicklung angekoppelt wird.....

HÄ?!?!?!?!?!?!?! Denken die, dass wir blöd sind? Es ist nur knapp ein Jahr her, da saß der komplette Prototypenbau in einem Besprechungsraum, vorne stand derselbe Redner, der auch heute vor uns stand, und genau dieser Redner präsentierte damals den Stein der Weisen, die Antwort auf alles, auf alle Fragen und Probleme, und das Leben... - er sagte damals: Der Prototypenbau gehört bei Justa der Entwicklung an, das ist falsch. Das führt unweigerlich zu Rivalitäten zwischen der Produktion und dem Prototypenbau. Keiner fühlt sich für Probleme verantwortlich, da die Verantwortung zwischen der Entwicklung und der Produktion hin und her geschoben wird. Daher wurde entschieden, dass es für die Firma besser ist, wenn der Prototypenbau an die Produktion angekoppelt wird.....

Ok, koppeln wir den Zug also wieder um, so langsam könnte man meinen wir arbeiten auf einem Rangierbahnhof. Der Vorteil soll sein, dass die komplette Verantwortung für ein Projekt beim Projekt liegt (#DAS PROJEKT - der Kreis schließt sich!), also vom ersten Konzept bis zur Serienübergabe wird das Projekt in einer Hand sein, in einem Verantwortungsbereich - ganz wichtig, nicht bei dem, der jetzt gerade vorne steht. Mit dem Wechsel der Verantwortung wechselt auch der Haupt-Verantwortungsträger. Von der Maus zur Katze, vom Feuer zum Wasser. Also eigentlich egal an welchen Zug wir gerade angekoppelt sind, der Prototypenbau sitzt immer zwischen den Stühlen.

Was aber Katz und Maus oder Feuer und Wasser angeht, da bleibt es spannend was die daraus machen. Der eine, der mit seinen lustigen Rangierbahnhof-Ideen, der weiß jetzt, wie der Hase läuft und was möglich ist und was nicht. Das könnte er zu seinem Vorteil machen - es bleibt also spannend. 

26.7.17 22:00

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lokführer Bob / Website (2.8.17 14:37)
Ja, ne ist klar Freunde der Sonne.

Ein weiterer Versuch Missmanagement der Organisation anzuhängen ist geglückt. Die Probleme bleiben die gleichen, die Themen der unsäglich oft veranstalteten Meetings auch.

Mal wieder hat jemand geschafft, im Blame-Game eine Lapalie zum Stein der Weisen zu machen.

Das Problem ist nicht der Zugehörigkeit von Wagon zu Zug, sondern viel eher wer weiss wann, wie der Wagon aussehen soll. Wir nähern uns im Schneckentempo dem 10ten Jahr der Tatsache, dass ein lasten- und Pflichtenheft mit einen Zwischenentwicklungsstop vor Einführung des neues Wagons die Produktion entlasen und Durchlaufzeiten minimieren könnte.

Aber Nix gibts. Justa gehört zu den wenigen Hidden Champions die es sich erlauben können, auf einer Messe Wagon A dem Publikum vorzustellen, während Wagon A1 gebaut wird und die Konstruktion Wagon A2 und A3 zeichnet. Änderungen von A1 bis A10 werden on the Fly auf dem Rücken der MA eingespielt und gefertigt, damit ab Wagon A11 die Produktion folgende Vorteile geniesst:
1) Vom neuen Wagon hat sie 10 verschiedene Varianten kennengelernt, von denen keinen ansatzweise Variante A11 ähnlich ist
2) Die Preisliste ist die ersten 2 Jahre ein Mix aus A1 bis A11, entsprechend weiss keiner was jetzt Realität und Wunschdenken auf dem Auftrag ist
3) Die Supply Chain ist bis ende des ersten Halbjahres ein Just-In-Time Desaster, und sobald ein Rhytmus vorhanden ist, gibt es das erste Facelift mit den klassischen Änderungen. Back to Desaster
4) Was du im vornerein nicht klärst, klärst du später. Ein Arsch voll motivierter Verkäufer versucht auf individuelle Kundenwünsche einzugehen zu Lasten der Produktion.

Das alles verantwortet von ein paar Menschen die es besser wissen müssten.

Mein Chef hatte Recht... wenn du nur bananen bezahlst, musst du halt mit den Affen zurecht kommen...


Orko (7.12.17 07:26)
Der Redner hätte es vielleicht zu seinem Vorteil nuten können, wenn nicht Menschen in höherer Ebene ihn nicht raus geworfen hätten. Es beginnt also wahrscheinlich von vorne...doch wieder den Wagon umkoppeln? Oder an der jetzigen Zugmaschine hängen bleiben? Das ist eigentlich egal, beide züge steuern auf die Clayton-Schlucht zu....oder ist es doch die Shonash-Schlucht?!
Egal, Schlucht bleibt Schlucht und Absturtz bleibt Absturt!
Ich wünsche allen bei Justa einen langen Atem! Nur nicht unterkriegen lassen.

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