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Materialwirtschaft 02

Fast jeder Motor hat einen Gaszug, der die Kraft des Gaspedals auf den Motor überträgt. Es gibt die verschiedensten Gaszüge in den verschiedensten Preisklassen, allerdings meist nur einen Gaszug den der Hersteller für die jeweilige Maschine empfiehlt - vielleicht weil man Bestimmungen beachten muß, oder die Maschine nur mit diesem speziellen Gaszug zertifiziert wurde und nur so die Gewährleistung sichergestellt werden kann. Wir bei Justa Company verbauen solche Motoren, bei denen für jede Maschine spezielle Gaszüge beiliegen. So ein zertifizierter Gaszug der Motorenherstellerfirma ist aber bestimmt sehr teuer. Daher ist irgendwann jemand im Einkauf darauf gekommen, das man denselben Gaszug auch günstiger einkaufen kann, von einer anderen Firma. Es wird also ein Motor verbaut, und ein Gaszug einer Firma XY. Solange nichts passiert ist das auch in ordnung, sollte etwas passieren dann übernimmt Justa Company großzügiger Weise die Gewährleistung, da man den zertifizierten Gaszug ja nicht verbaut. Was passiert jetzt eigetnlich mit den Gaszügen die von der Motorenherstellerfirma immer der Maschine beigepackt wurden? Die wurden jetzt über Jahre hinweg aus der Verpackung des Motors genommen und fein säuberlich in einem extra dafür aufgestellten Regal gelagert - bis ein schlauer Mensch das gemerkt hat. Dieser schlaue Mensch stellte nun die Frage, ob denn jemals einer nachgerechnet hat, ob die billigen Gaszüge wirklich günstiger sind als die zertifizierten der Motorherstellerfirma, die jedesmal mit in der Verpackung liegen und daher in einem Regal gelagert werden, da sie angeblich zu teuer zum Verbauen sind. Der schlaue Mensch setzte sich nun mit der Motorherstellerfirma in verbindung, um anzufragen was der Gaszug kosten würde, wenn man ihn ohne den Motor kaufen wollte, da man diesen Betrag dann sparen könnte, wenn man die Gaszüge nicht mehr jedem Motor beipacken würde, und somit bei Justa Company auch keine Lagerkosten mehr hätte. Die Motorherstellerfirma verstand die Frage nicht wirklich. Nach dem Austausch von Erklärungen kam heraus, das die zertifizierten Gaszüge schon immer kostenlos beim Motor dabei waren.

3.7.13 19:24, kommentieren

Entwicklungsprojekte

Manche Autos haben Spoiler. Diese werden irgendwanneinmal entwickelt. Vor einigen Jahren hat ein Zulieferer von Justa Company einen Spoiler berechnet, entwickelt und gebaut, um ein Auto, das Justa Company gebaut hat, in seinen Fahreigenschaften zu verbessern. Dieser Spoiler wurde bei Justa Company in Form einer Zeichnung vorgestellt. Da Justa Company aber die weltbeste Firma der Welt ist, wurde der Vorschlag einfach großzügig übersehen und dann irgnoriert. Wozu muß man einen Spoiler einer anderen Firma kaufen - der vielleicht sogar noch die Eigenschaften des Motors des Herstellers verbessert - wenn man eine eigenen Entwicklungsabteilung hat. Ein Jahr später ist es nun soweit. Das Auto, das Justa Company gebaut hat, fährt seit einem Jahr super schlecht - von Straßenlage keine Spur. Daher kam nun der Auftrag vom Produktmanager an die Entwicklung, einen Spoiler zu bauen. Eine Zeichnung hat die Konstruktion schon erstellt, man kann also sofort anfangen das zu bauen. Erstes Problem der Entwicklung: Der Spoiler auf der Zeichnung paßt nicht zu den Gegebenheiten der Realität. An der Stelle, an der das Teil verbaut werden soll, gibt es einige Anbauteile, die der Spoiler später "umrahmen" muß. Die Entwicklung bastelt also jetzt einen Spoiler, der dann später bei Testfahrten getestet und eingestellt werden soll. Justa Company befindet sich ja momentan in einer Cost-down-Phase. Da stellt sich doch die Frage, warum man nicht zuerst mal das schon fertige Teil des Motorenherstellers nutzt und testet, bevor man selber etwas bastelt....

3.7.13 19:26, kommentieren