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Kleiner fiktiver Schwank aus dem Leben des Bub

Ich nehme an den gibt es auch irgendwo in jeder Firma, nich nur bei Justa Company – den Bub. Bei Justa neigt dich die Ära des Bub dem Ende entgegen, er wird demnächst weiterziehen, dem sonnenUntergang entgegen, sozusagen. Daher wollen wir uns gebührend von ihm verabschieden, mit einem kleinen (wahrscheinlich) fiktiven Schwank aus seinem Leben.

Der Bub ist ein junger, dynamischer, extrem struktuierter Mitarbeiter. Sein Motto: Hast du schon eine Teamtafel, oder schaffst du noch? Teamtafel, zu neudeutsch Shopfloor, fränggisch Schobbflohr – kennt man aus der Großindustrie, die damit ihre Produktion struktuiert und die Produktionszahlen in die Höhe treibt – vorallem aber hat man nie wieder irgenwelche Probleme, die lösen sich sozusagen von selbst – so wird einem das verkauft.

Jetzt aber zurück zur eigentlichen Geschichte. Stellen wir uns vor das der Bub mit Leib uns Seele seiner Arbeit verfallen ist – dann hat er auch zuhause eine Teamtafel.

Er kommt nachhause und seine Frau sagt: Piet, kannst du bitte das Bild, das ich gekauft habe, aufhängen? Der Bub steht auf, geht in den Flur, nimmt einen Zettel, schreibt die Bitte seiner Frau auf und hängt sie bei Prio 2 neben all die anderen Zettel, die da schon sind. Problem gelöst?

Ne, nicht ganz. Eine Woche später spricht ihn seine Frau an: Piiieet, denkst du noch daran das Bild aufzuhängen? Der Bub steht auf, geht in den Flur und wechselt die Position des Zettels der letzten Woche von Prio 2 auf Prio 1. Dann setzt er sich wieder aufs Sofa, fernsehen. Problem gelöst?

Ne, nicht ganz. Wieder eine Woche später ist seine Frau langsam etwas wütend: Piet, das Bild – aufhängen!! Der Bub steht auf, geht in den Flur und wechselt die Position des Zettels, den er letzte Woche von Prio 2 auf Prio 1 gesetzt hat, auf das Eskalationsfeld. Dabei bemekrt er nur trocken, ob sich schon jemand um das Material und die Zeichnung gekümmert hat, denn das sei der Grund, dass das Bild bisher noch nicht an der Wand sei. Problem gelöst?

Ne, nicht ganz.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Geschichte weitergehen kann:

  1. Der Bub kommt heim, die Schlösser sind ausgetauscht, die Teamtafel liegt vor der Tür. Drinnen sitzt der neue Lover der Frau auf dem Sofa – das Bild hat er aufgehängt. Geschichte zuende, Problem gelöst.

  2. Der Bub kommt heim, auf dem Tisch lliegt das Bild, ein Hammer, zwei Nägel, eine Wasserwaage, ein Stift, ein Gliedermaßstab und eine Handskizze, wo das Bild genau angebracht werden soll. Die Frau sagt: So Piet, Material und Zeichnung sind vorbereitet – schaffst du es heute das Bild an die Wand zu hängen?

Der Bub mustert das Material und die Skizze, dann geht er in den Flur. Er hakt das Material in der Fehlteilliste ab, und vermerkt auf der Statistik für fehlende Zeichnungen, das diese inzwischen vorhanden ist. Dann meint er trocken: Ja, Material und Zeichnung sind vorhanden. Ich kann jetzt mit der Kapazitätsplanung beginnen. Wurde schon ein Arbeitsplan erstellt, von dem ich die Zeit und die Manpower ableiten kann? Dann trägt er noch in den eskalierten Zettel das Verschiebungsdatum ein und tracked dieses auf der Statistik. Problem gelöst?

Ich klinke mich hier aus der der Geschichte aus – es ist nicht bekannt, ob das Bild jemals seinen Weg an die Wand gefunden hat. Vorallem weil es ja da noch die vielen Besschlüsse gibt. Einer davon sagt, dass Projekte fertig sind wenn sie technisch fertiggestellt sind, also zu ca. 80%. Es kann also gut sein, dass die Punkte an die Wand gezeichnet wurden, also die Position der Nägel. Damit gilt das Bild als aufgehängt, Problem gelöst, Projekt abgeschlossen.

Sollte der Kunde mehr wollen, muß er das Serviceteam holen. Das kann aber ganz schnell zu o.g. Punkt 1 führen.

17.2.17 21:25, kommentieren

Neues Büro

Justa Company reißt Wände ein - das war die Aussage im Januar. Daher wollte ich mir heute mal das neue Büro ansehen.

Vorher: Man kommt durch die Tür von außen, in einen langen, breiten Gang. Rechts geht es in ein Großraumbüro, also ganze Hallenlänge, ca 4m breit, man kann von dem Gang bis ganz hinten sehen. Links eine Wand, dahinter Besprechungsräume. Ein paar Meter weiter rechts betritt man die andere Seite des Komplexes, ein weiteres Großraumbüro, nur das die Wand zu den Besprechungsräumen rechts ist. Gerade aus eine Glastür, die in ein kleineres Büro führt, der Gang bekommt dadurch Licht und wirkt großzügig.

Nachher: Man geht durch die Tür von außen und rennt gegen eine Wand.

Nach dem ersten Schock findet man die Tür zum Büro. Schick, sehr schick. Die hintere Wand kann man nicht sehen, da stehen Schänke quer, die das wandlose Büro in zwei Hälften teilen. 

Am besten gefallen hat mir die wandlose Ecke mit Kopierer und Drucker. Vorallem weil die Ecke von zwei deckenhohen Dingern vom wandlosen Büro abgetrennt wird. Wände können es nicht sein, denn dann hätte man die alten ja nicht einreißen brauchen.

Die Aussicht von hier in das restliche Büro ist atemberaubend schwarz. Atemberaubend ist auch der großzügige enge Platz, den man in dem Raum hat, wenn man bei geschlossener Tür zwischen Kopierer und Drucker eingepfercht steht. Hat sich da jemand vermessen oderhat einer unserer Konstrukteure den Raum selbst gezeichnet? Das würde auch folgendes erklären:

Wenn man den Raum betritt ist er dunkel. Man sucht also rechts nach dem Lichtschalter, da die Tür links angeschlagen ist und greift ins Leere. Faul wie man ist, geht man nicht aus dem Raum raus, man langt nur mit der rechten Hand hinter sich und sucht den Schalter vor der Tür, dasselbe mit der linken Hand - vergeblich.

Ein Blick an die Decke verrät, eine Lampe ist montiert. Und jetzt kommts.......

 

 

 

Warum ist die Tür zu einem fensterlosen Raum voller hässlicher Geräte aus Glas?

Weil man nur so die zwei Lichtschalter sehen kann, die hinter der Tür montiert sind. Man quetscht sich also um die Tür rum und drückt den oberen - und vor der Tür im Büro geht das Licht aus.

Ja, es ist der untere... 

25.8.16 00:00, kommentieren